Willkommen, Gast!   de
mein-pilgerweg.de  
  • Startseite
  • Informationen
  • Kommunikation
  • Galerie
  • Benutzer
  • Statistik

Neue Mitglieder

Avatar
nyankati
21.02.2012, 22:04
Avatar
Martin
10.02.2012, 15:17
Avatar
Jurgelix
29.01.2012, 16:13
Avatar
Lea
11.01.2012, 09:51
Avatar
yeti
10.01.2012, 12:45

Drei Bad Kreuznacher pilgern zu Fuß zu den Trierer Heilig-Rock-Tagen

Seite drucken #global.p.exportAsPdf

Bad Kreuznach/Trier – Wie weit kommt man, wenn man immer in eine bestimmte Richtung geht? Diese Frage hat sich Wolfgang Kallfelz aus Bad Kreuznach schon öfter gestellt – in diesen Tagen wird er eine Antwort finden. Seit Mittwoch ist der 48-jährige Beamte mit zwei Freunden auf dem Weg, immer nach Westen, zu Fuß. Ihr Ziel ist Trier, sie wollen zu den Heilig-Rock-Tagen.

Die Idee, zu Fuß nach Trier zu pilgern, gibt es schon länger, eigentlich seit Kallfelz für die Heilig-Rock-Wallfahrt 1996 ein Musik-Spiel komponiert und mit seinem Chor CANTAMUS aufgeführt hatte. Nun war die Gelegenheit da, und er hat auch zwei Mitstreiter gefunden. Bernd Hartmuth, der im IT-Bereich tätig ist, erklärt: „Allein pilgert es sich nicht so gut“. Der 45-jährige erzählt, ein bißchen seien sie von Hape Kerkelings Pilgerbuch inspiriert worden. „Außerdem gehören wir alle drei auch zur Wandergruppe ‚Isohypse’ (griechisch: Höhenlinie).“ Und Ludwig Vogt ergänzt: „Zuerst haben einige gesagt, ihr seid ja verrückt. Aber als wir jetzt losgegangen sind, hieß es viel öfter: ‚Denkt an uns’!“

Am Mittwoch in der Früh sind sie losgegangen, nach einer Andacht in der
St. Nikolaus-Kirche, die zur Bad Kreuznacher Pfarrei Heilig Kreuz gehört. Sie sind gut ausgestattet mit Wanderschuhen, Rucksack, mit einer Muschel, dem Zeichen der Pilger, und Pferdesalbe, mit der abends die müden Füße eingerieben werden. „Der erste Tag war gleich schon hart“, berichten die Männer. „Mit 35 Kilometern bis Sargenroth war es eine lange Etappe und wir mussten sogar eine Regen-Pause machen.“ Einen ausgewiesenen Pilgerweg von Bad Kreuznach bis Trier gebe es nicht, sagt Vogt. „Vielleicht schreiben wir ja auch ein Buch darüber“, schmunzelt der 50-jährige, der ebenfalls im IT-Bereich arbeitet. Das mache sich auch in der Infrastruktur, was Gaststätten und Hotels angeht, bemerkbar: Die Tagesverpflegung muss mit in die 12 bis 15 Kilo schweren Rucksäcke, und „es war schon schwierig, passende Möglichkeiten für die Übernachtungen zu finden“, erinnert sich Kallfelz. Die zweite Etappe mit circa 33 Kilometern führt die Pilger über Ravengiersburg auf dem Ausoniusweg, einer antiken Römerstraße, bis Wederath. Durch den Hunsrück geht es am dritten Tag 28 Kilometer bis Büdlicherbrück, am Samstag liegen dann rund 24 Kilometer mit einigen Steigungen vor den Wanderern, bevor sie die „Dom-Nacht“ am 2. Mai in Trier miterleben werden. „Wir gehen fernab von normalen Wegen, man ist mittendrin in der Natur“, beschreibt Vogt den Reiz ihres Pilgerwegs. Er sei gespannt, ob es ihm gelingt, „abzuschalten“ auf diesem Weg, oder ob vier Tage dafür doch zu kurz sind. Auf ihrem Weg rasten Kallfelz, Harmuth und Vogt immer wieder an Kirchen, Kapellen und Wegekreuzen und halten kurze Andachten, mit dem Pilgergebet zu den Heilig-Rock-Tagen und Texten, die sie entweder im Gotteslob oder in einem mitgenommen Büchlein finden. Zwar hat das Wetter bislang nicht so richtig mitgespielt, doch das scheint den Pilgern nichts auszumachen. Auch gab es nach der ersten Etappe leichte Rücken- und Schulterschmerzen zu vermelden und die ersten Blasen, aber „das tut der guten Laune keinen Abbruch“, geben alle drei zu Protokoll. Denn, so hält Harmuth fest, „der Weg ist das Ziel.“

01.05.2009, 07:48 von PW | 479 Aufrufe
Bewertung: 1 2 3 4 5

Galerie

Neue Artikel

Impressum | Nutzungsbedingungen